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DENKMAL ZUM SCHWARZEN HERZOG |
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Beim „Schwarzen Herzog“ handelt es sich um Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Oels (1771 – 1815). Er war der jüngste Sohn Herzogs Karl Wilhelm Ferdinand. Er wurde militärisch erzogen und trat in den preußischen Militärdienst ein. 1806 kämpfte er unter dem Kommando Blüchers und Scharmhorste bei Lübeck. Durch die Einverleibung Braunschweigs in das Königreich Westfalen wurde Friedrich Wilhelm auf das 1805 ererbte Herzogtum Oels beschränkt.
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Die Hauptbedeutung dieses Mannes, der sich um seine Länder – auch in dem 1813 wiedererlangten Braunschweig – nicht im Sinne des historischen Fortschritts verdient gemacht hat, liegt in der Teilnahme an den Volksaufständen gegen Napoleon, die 1809 in Norddeutschland ausbrachen und mit dem Krieg Österreichs gegen Frankreich eng zusammenhingen. Er sammelte in Böhmen eine Schar schwarz gekleideter Patrioten um sich und marschierte 1809 in Sachsen ein, besetzte Leipzig und Dresden. Nachdem aber Österreich nach der Schlacht bei Wagram Waffenstillstand mit Frankreich schloss, war damit auch den Hoffnungen der Schwarzen Schar ein Ende gesetzt. Im Juli 1809 gelang es ihr aber Halberstadt zu stürmen und die Stadt vom napoleonischen Joch zu befreien. Er zog dann über Hessen in Richtung Nordsee weiter und setzte seine Kämpfe gegen Napoleon in Spanien fort. Er fiel in der Schlacht bei Waterloo, in der er im englischen Heer unter Wellington kämpfte.
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In Hessen wurde der Gedenkstein an den „Schwarzen Herzog“ errichtet, weil er hier den Boden seines Herzogtums betrat. Hierbei handelt es sich um einen 2,50 m hohen Findlingsblock. Die dort vorhandene Ehrentafel verschwand in den Wirren des 2. Weltkrieges und wurden 1991 durch einen Nachguss der Tafeln ersetzt.
Text erstellt mit freundlicher Unterstützung von Frau Imke Germer-Schramm
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© 2005 - Förderverein „Schloß Hessen“ e.V. - Stobenstraße 15 - 38835 Hessen
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